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Roger + Over
ein anonymer Luftfahrtgruß

Teilnahme am Einladungswettbewerb Flughafen Berlin-Brandenburg (BBI), 2010


Die stilisierten Portraits einer Stewardess und eines Piloten sind als optisch variable Erscheinungsbilder, als kinetische Lichtobjekte konzipiert.

An einem exponierten Durchgangsort des Flughafens, den die Reisenden passieren, generieren die auratischen Neonzeichnungen eine heitere Willkommenssymbolik, ein »Leuchtfeuer« der besonderen Art.

Die spielerische Wandlung der leuchtenden Gesten vom Schauen zum Grüßen und umgekehrt erfährt der Passant als heitere Stimmung, die sich ggf. auf ihn selbst überträgt. Ein humoriger Gruß verabschiedet ihn von der Landseite und geht in seinem Gedächtnis mit auf die Reise in den Luftraum.
Die Zusammenführung der Gesten des Ausschauhaltens und des Respekt bezeugenden Grußes ist eine augenzwinkernde Metapher für spielerische Kommunikation und Leichtigkeit im Austausch der global agierenden Kulturen.

Die Lichtobjekte Roger + Over sind ein Willkommenssymbol, eine Grußbotschaft. Sie verkörpern den Geist einer Philosophie der Kommunikation im Sinne des Reisens, des Wechselns auf die Position des Anderen.
 

Idee, Konzeption & Zeichnung | Rainer Gottemeier
Computersimulation | Christopher Kühn

 

 

 

 

KunstLichtTore | Bochum | Tor 9 | Wielandstraße | BOCHUMSTEP

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 Blick vom Nordring zum Bergbaumuseum

 

 





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Lichtinstallation Bochumstep | Detail | 2006
Technische Umsetzung | Simulation: Christopher Kühn

KunstLichtTore | Bochum | Tor 9 | Wielandstraße
BOCHUMSTEP

Der Brückenraum markiert einen Schnittpunkt im innerstädtischen Raum, an dem sich drei Geschwindigkeiten kreuzen: Bahn – Auto – Mensch. Die Lichtinstallation thematisiert die Geschwindigkeit des Gehens. Der Geist des Ortes ist eng verknüpft mit der Tradition des Bergbaus. – BOCHUMSTEP – visualisiert eine atmosphärisch gestimmte Durchgangssituation, einen Ort der Kommunikation und des Gesellschaftsspiels. Eingedenk der verstorbenen Bergleute dient er als Andachtsraum, aber auch als »Tanzplatz«. »Musik und Tanz sind eigentliche Freuden des Bergmanns; sie sind wie ein fröhliches Gebet« *¹ Die Bezifferung der Brücke 9 wird auf mehreren Assoziationsebenen visualisiert. Für den handelnden »Grenzgänger« wird sie körperlich erfahrbar: Im Fußgängerbereich des Brückendurchgangs werden zwei lichthaltige Pfade über den Köpfen der Passanten installiert. Kern ist das Sichtbarmachen von Zeit, der eigenen Spur, des eigenen Rhythmus, der eigenen räumlichen Ausdehnung. Die Lichtinstallation – BOCHUMSTEP – versteht sich als Handlungsgeographie, als ein Vorschlag, den Brückentransit Neu(n) zu erfahren, zu be(sohlen), tänzelnd zu erleben.

*¹ aus: »Heinrich von Ofterdingen«, Novalis

 

 



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Trafostation | Nordring Bochum | Visuelle Poesie nach Novalis | »Musik und Tanz sind die eigentlichen Freuden des Bergmanns; sie sind wie ein fröhliches Gebet«

 

 

 

 

 

 

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Projektsimulation | Christopher Kühn (07.05.07)

Kottbuskunstakut 08

Projekt: »energie + poesie« (Cottbuser Überkronung)

Die Lichtinstallation »energie + poesie« verstehe ich als Metapher für eine innewohnende Kraft, die der Stadt und ihrer Region seit jeher eigen ist. Das dichterische Begriffspaar ist im Geist und als doppelte Reminiszenz an Hermann Fürst von Pückler Muskau und Karl Friedrich Schinkel zu lesen.

Auf dem Spremberger Turm, dem Wahrzeichen von Cottbus, sind sechzehn atmosphärenblau leuchtende Buchstaben- und Sternsymbole in quaderförmigen Acrylglasobjekten installiert. Nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel wurde der Torturm 1824 erhöht und mit einem Zinnenkranz versehen. Die lichthaltigen Glaskörper visualisieren eine zweite Turmerhöhung.

Das Wort – Zinne – leitet sich her von holländisch »Tinne« und ist mit Zinke, Zahn zu übersetzen. Der Turm erhält mit der Installation eine temporäre »Überkronung«. Die Buchstabenquader sind jeweils über den Trennschlitzen der Zinnen installiert. In der Dämmerung leuchten sie als rätselhafte Poesie weithin sichtbar über der Stadt und beleuchten die Zwischenräume des Zinnenkranzes.

Das zirkuläre Raumbild will vom Betrachter umwandert werden. Erst in seiner aktiven Teilhabe erschließt sich dem Betrachter die Neoninstallation als Ganzes.