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SICHTEN SICHTEN| pulsierendes Neonobjekt
Acryl Satinice | H 15 × B 150 × T 15 cm
»Zwei Lichter erhellen unsere Welt. Eines liefert die Sonne und ein anderes antwortet ihm – das Augenlicht. Nur dank ihrer Verschwisterung sehen wir: fehlt eines, sind wir blind« (Arthur Zajonc aus: Die gemeinsame Geschichte von Licht und Bewusstsein).

Die im Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus gezeigten Dioramen anlässlich der Stipendiatenausstellung 2006 markieren den Beginn der Werkgruppe SICHTEN SICHTEN. Gegenstand ist das einzigartige Netz der historischen Sichtachsen in der Potsdamer Kulturlandschaft. Das Langzeitprojekt soll in einem »Bilderatlas« münden, der den Geist des Ortes und unsere Sicht auf die Dinge thematisiert.

Die dreidimensionalen Bildobjekte basieren auf panoramaähnlichen Schwarzweißfotografien, die den heutigen Zustand der Sichtachsen zeigen. Vorgelagerte monochrome Acrylgläser sind durchbrochen von sternhimmelähnlichen Lochkonstellationen, poetischen Begriffen und lennéischen Differenzierungen der Sichtachsenbezeichnungen. Rote Dioramen präsentieren Sichten, die in ihrer ursprünglichen Gestaltung erhalten sind. Leuchtend grüne Acrylgläser filtern Sichtachsen, die durch Vegetation und neu entstandene Architekturen den einstigen Blick verstellen. Blaue Dioramen stehen für nicht mehr vorhandene historische Sichten, die teilweise jetzt wieder restauriert werden.