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Lichtobjekt der MBA Class of 2008:
»to whum give my thanks?«


Das Neonobjekt: »to whum give my thanks?« ist als metaphernreiche Danksagung an die WHU konzipiert. Der ins Englische übertragene Satz – wie bring’ ich den Dank? – ist ein abgewandeltes Leitwort Hölderlins aus seinem Gedicht »Heimkunft / An die Verwandten«.

Die gläsernen Architekturen der Otto Beisheim School of Management rufen im Betrachter Assoziationen von großen Volieren– oder Gewächshäusern hervor. Die stilisierte Zeichnung einer lichthaltigen Voliere dient als Sinnbild für den Geist des Ortes und das Ereignis
– Studienabschluss –, der den Übergang markiert in einen neuen Lebensabschnitt, in eine neue Lebensraumerfahrung. » … Unser Lebensraum, das „Da“ unseres Daseins besteht aus Lichtungen … ist erschlossene Wirklichkeit …« * ¹)

Die poetische Verwandlung einer gläsernen Voliere in die immaterielle Form einer strahlenden Lichtarchitektur verbildlicht eine Geste der Öffnung in die freie Weite einer heiteren Atmosphäre. Die Immaterialität der leuchtenden Volierestäbe verkehrt ihre Funktion der Raumbegrenzung in ihr Gegenteil … »Das lichtende Licht räumt »das Offene« ein«. * ²)

Scheinbar öffnet und schließt ein Zufallsgenerator in unterschiedlich langen Intervallen die Volierentür. Die um 90° gedrehte Jahreszahl 08 leuchtet gleichsam schwebend wie eine lichte Wolke über der bewegten Szene.

Der als Wink eingebaute Schreibfehler in das englische Pronomen – whom – ist eine Irritation, eine Aufmerksamkeitsverschiebung, eine verschmitzte Finte und vor allem eine Reminiszenz an die WHU.



* ¹) Franz Xaver Baier, aus: Der Raum
* ²) Martin Heidegger, aus: Erläuterungen zu Hölderlins Dichtung