reise-in-die-naehe.jpgBewohnerin der Ortschaft Ferch mit gläsernem Peilstab
Reise in die – Nähe – des Anderen
Potsdam-Mittelmark 1999–2000

»Das Soziale beginnt mit dem Individuum, das Individuum ist eine Funktion des ethnologischen Blickes«. aus: Orte und Nicht-Orte (Marc Augé)

Eine große Anzahl von Einwohnern der vier Ortschaften – Geltow, Petzow, Ferch und Caputh (im Potsdamer Umland am Schwielowsee) – wurden im Zeitraum eines Jahres jeweils in der Geste eines »Peilstab« haltenden »Landvermessers« inmitten ihres Lebensraumes fotografiert.

Vier transportable gläserne Peilstab-Skulpturen wurden in den Spektralfarben des »Farbkeils« gestaltet. Der »Farbkeil« ist ein international genormtes »Messinstrument«, das dem Fotografen zur Reproduktion von Kunstwerken dient, zur farblichen Annäherung an das Original. Hinter dem »Farbkeil« steht im übertragenen Sinn immer die Frage: Wie wirklich ist die Wirklichkeit?!

Im Laufe der vier Jahreszeiten entstand ein monumentales Gemeinschaftsportrait, zugleich aber auch ein soziales und künstlerisches Geflecht, das der Kommunikation und Konfrontation mit Kunst im öffentlichen Raum dient.

Es präsentierte Berichte von Menschen und Räumen, von dialogischen Prozessen und Ortsvernetzungen mit dem Ziel, ein Nachdenken über die Frage nach dem – Anderen – auszulösen.