metaphorai-1.jpgMetaphorai | Potsdam | 1998


metaphorai-2.jpg
»Im heutigen Athen heißen die kommunalen Verkehrsmittel – Metaphorai - …Sie durchqueren … organisieren und verbinden … Orte miteinander. Die Passagen sind durch Codes, Verhaltensanordnungen und Kontrollen geregelt und produzieren unablässig räumliche Veränderungen, zugleich Handlungsgeographien für den Umgang mit dem Raum. aus: Kunst des Handelns (Michel de Certeau)

Grenzgänge und atmosphärische Verschiebungen bilden die thematische Klammer für das Projekt Metaphorai. Kernstück der poetischen Installation ist die farbige Glaswandskulptur, in der sich das hermetisch graue Nauener Tor, der Umgebungsraum und der handelnde Betrachter spiegeln. Ein Quadratraster-Stahlgestell trägt 18 Acrylglasquadrate, von denen 9 eine ebenerdige horizontale Farbskala bilden
(Farbkeil).
Der Farbkeil dient dem Fotografen als »Wirklichkeitsmaßstab«. Hier übernimmt die Farbkeilskulptur die Aufgabe, den grauen Raum des Nauener Tores atmosphärisch zu transformieren, die Umgebung durch Irritation neu hervorzubringen.

Für den Transport dieser Idee, zur Erweitung ihres Wirkungsfeldes sind auf den Fensterscheiben von 6 Straßenbahnzügen »Farbkeile« in Form von transparenten Folien installiert.